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KID - Kriseninterventionsdienst

Definition

Krisenintervention bedeutet die unmittelbare Beratung und Betreuung von Personen, die durch das Miterleben eines schockierenden oder traurigen Ereignisses, wie beispielsweise durch den Tod eines nahen Angehörigen, akut psychisch gefährdet sind oder eine akute psychische Belastungsreaktion zeigen, jedoch selbst nicht verletzt sind, also keiner medizinischen Akutversorgung bedürfen.

Die fehlende Möglichkeit zur Aufarbeitung eines solch traumatisierenden Erlebnisses kann unter Umständen zu einer psychischen Erkrankung, der „Posttraumatischen Belastungsstörung“, führen.

Da die Angehörigen bzw. Betroffenen ihren quälenden Gefühlen oftmals völlig hilflos ausgeliefert sind, sollen sie durch die professionelle Hilfe der Kriseninterventionsberater dazu befähigt werden, die Lebenskrise zu bewältigen, sich zu orientieren, organisieren und wieder handlungsfähig zu werden.

Ziel der Betreuung ist es unter anderem auch, die Trauer der Hinterbliebenen zu fördern und zu begleiten. Dies geschieht z. B. durch das gemeinsame Abschiednehmen vom Verstorbenen um den Tod begreifbar zu machen.

Außerdem wird gemeinsam mit dem Hinterbliebenen nach Möglichkeiten gesucht, wie das soziale Umfeld (z. B. Verwandte, Freunde oder Nachbarn) unterstützend mit einbezogen werden kann.

Der Betroffene wird auch mit gewünschten und sinnvollen Informationen versorgt, wie z. B. weiterführende Hilfen, weitere Vorgehensweise, mögliche körperliche und psychische Reaktionen auf das Geschehen, etc.

Aktueller Flyer

Unseren aktuellen Flyer können Sie mi einem Klick auf das Bild rechts oben im PDF-Format herunterladen.

Psychohygiene

Alle aktiven Kriseninterventions-Berater verpflichten sich, an einer monatlichen Supervision teilzunehmen. In dieser Besprechung unter fachlicher Leitung eines Psychologen mit Zusatzausbildung werden besonders belastende Einsätze aufgearbeitet, um psychischen Folgen bei den Kriseninterventionsberatern vorzubeugen.

Schweigepflicht

Alle in Zusammenhang mit dem Einsatz bekannt werdenden Informationen werden durch den Kriseninterventions-Berater nicht an Außenstehende weitergegeben, da er der gesetzlichen Schweigepflicht unterliegt.

Beispiele für Einsätze eines Kriseninterventionsberaters

  • Todesfall im häuslichen Bereich oder auch in der Öffentlichkeit
  • laufende oder erfolglose Reanimation (Wiederbelebung)
  • Suizid
  • schwere bzw. tödliche Bahn- oder Verkehrsunfälle
  • SIDS (plötzlicher Kindstod)
  • massive Gewaltverbrechen (Überfall, Geiselnahme, Vergewaltigung,...)
  • Überbringung der Todesnachricht (in Zusammenarbeit mit der Polizei)

KIT Ostallgäu

Im Ostallgäu wurde das Kriseninterventionsteam im Jahre 2004  gegründet, aktuell sind 24 aktive, ehrenamtliche Mitglieder tätig.

Diese haben eine umfangreiche Ausbildung (unter anderem eine Sanitätsausbildung und die Ausbildung zum Kriseninterventionsberater) absolviert und verfügen somit über notfallmedizinisches bzw. entsprechendes notfallpsychologisches Fachwissen.

Die Alarmierung der Kriseninterventionsberater erfolgt meist durch die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte, wie beispielsweise Notarzt, Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei über die Integrierte Rettungsleitstelle in Kempten.

Die Einsatzdauer beträgt durchschnittlich 2 bis 3 Stunden, in manchen Fällen auch länger.

Jubiläum

>> FESTSCHRIFT zum Jubiläum (PDF)

Sanitätsdienst

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Eine unverbindliche Anfrage können Sie über unser Formular an uns senden.

Weitere Fragen richten Sie bitte an sandienst@brk-kaufbeuren.de

Kontakt

BRK Ostallgäu
Geschäftsstelle Kaufbeuren
Dienststellenleiter Alexander Denzel
Porschestraße 31
87600 Kaufbeuren
Telefon: 08341 - 96610-0
Telefax: 08341 - 96610-26
E-Mail: bereitschaft@brk-kaufbeuren.de